ADHS und Sucht, PD Dr. Monika Ridinger, Donnerstags-Weiterbildung

Unter den Süchtigen spielt ADHS in 20 bis 25% eine Rolle. ADHS, das seit der frühen Kindheit besteht, begünstigt das Auftreten von Abhängigkeitserkrankungen.

PD Dr. med. Monika Ridinger über ihr Referat:

Unter den Süchtigen spielt ADHS in 20 bis 25% eine Rolle. ADHS, welches seit der frühen Kindheit besteht, begünstigt das Auftreten von Abhängigkeitserkrankungen. Was meist im Sinne einer fehlgeleiteten Selbstmedikation beginnt, gewinnt im Verlauf immer mehr an Eigendynamik. Im Suchthilfesystem erlebt man häufig Betroffene mit mindestens zwei, häufig mehreren chronifizierten Störungsbildern. Die Behandlung ist genauso komplex wie die Komorbiditäten und sollte parallel und störungsspezifisch erfolgen. Dabei bedarf es einer individuellen Risiko-Nutzen Abwägung beim Einsatz von Stimulanzien, wenn stoffgebundene Abhängigkeiten und womöglich noch weitere psychische Störungen vorliegen, die eine medikamentöse Behandlung erfordern. Im Referat soll interaktiv auf die verschiedenen Phasen der Entstehung und multimodalen Behandlung von ADHS und Süchten eingegangen werden.


Referentin

PD Dr. med. Monika Ridinger

Monika Ridinger, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, beschäftigt sich seit den 90er Jahren wissenschaftlich und therapeutisch mit dem Thema ADHS und Sucht. Seit dieser Zeit hat sie Erfahrungen in den Bereichen Diagnostik, Prävalenz und Therapie bei Erwachsenen mit ADHS mit und ohne Sucht sammeln können. Es existieren zahlreiche Publikationen, u.a. das beim Kohlhammer Verlag erschienene Büchlein ADHS und Sucht im Erwachsenenalter. In Baden (AG) betreibt sie seit sechs Jahren eine Schwerpunktpraxis zum Thema.


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Credits

Die Veranstaltung ist mit 1 Credit der Schweizer Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) zertifiziert.


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