Digitale Interventionen in der Psychotherapie: Herausforderungen und Ansatzpunkte

Prof. Dr. Thomas Berger über sein Referat

Internetbasierte psychologische Interventionen und Blended Psychotherapien werden seit über 20 Jahren intensiv erforscht. Sie haben das Potenzial, viele und auch bislang unterversorgte Menschen zu erreichen und die psychotherapeutische Behandlung zu ergänzen und zu erweitern. Nach einer langen Phase mit vielen kontrollierten Wirksamkeitsstudien zu immer mehr Programmen, Ansätzen und Indikationsbereichen, nehmen digitale Interventionen nun in verschiedenen Ländern Einzug in die Routinebehandlung. Ungeachtet dieser Entwicklung konnte das Potenzial von digitalen Interventionen bisher nicht ausgeschöpft werden. Mit digitalen Interventionen werden weiterhin verhältnismässig wenige Menschen erreicht und auch die Wirksamkeit konnte in den letzten 20 Jahren trotz vieler Forschung nicht verbessert werden. In diesem Vortrag werden diese und neuere Entwicklungen, die aktuelle Evidenz sowie Chancen und Herausforderungen digitaler Interventionen dargestellt.


Referent

Prof. Dr. Thomas Berger

Leiter der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Bern

Nach seinem Studium der Psychologie an der Universität Bern hat er an der Universität Freiburg i.Br. promoviert und eine psychotherapeutische Weiterbildung absolviert. Im Anschluss an ein Post-Doc in Genf und Linköping (Schweden) hat er an der Universität Bern habilitiert und vor seiner Berufung auf die ordentliche Professur 2018 als SNF-Förderungsprofessor mit dem Schwerpunkt E-Mental-Health gearbeitet. Für seine Arbeit hat er verschiedene Preise erhalten, darunter 2021 den Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist.


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Credits

Die Veranstaltung ist mit 1 Credit der Schweizer Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) zertifiziert.


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