Fachvorträge Alterspsychiatrie in Sargans

Zwischen Lebensrückblick und palliativer Praxis steht die Frage im Zentrum, wie Menschen in ihrer letzten Lebensphase Selbstwert, Sinn und persönliche Würde bewahren und neu erfahren können – getragen von einem einfühlsamen, ganzheitlichen Ansatz.


Programm

Zeit Programm Referentin
14.00- 14.10 Uhr Begrüssung und thematische Einführung Dr. med. univ. Wendelin Grömer
14.10 - 15.10 Uhr Wir sind endlich. Und jetzt?

Doris Büchel

15.10 - 15.15 Uhr Pause  
15.15 - 16.15 Uhr Die Würdezentrierte Therapie als Wegbegleiter in der letzten Lebensphase Dr. med. Raoul Pinter
16.15 - 16.30 Uhr Diskussion & Austausch zum Thema  
ab 16.30 Uhr Apéro  

Referate, Referentin und Referent

Wir sind endlich. Und jetzt?

Biografiearbeit und Würdezentrierte Therapie sind zwei eng miteinander verbundene Ansätze, die Menschen in besonderen Lebensphasen wertvolle Unterstützung bieten. In der Biografiearbeit wird durch lebensgeschichtliche Gespräche die individuelle Lebensgeschichte beleuchtet, was besonders in Zeiten des Umbruchs von grosser Bedeutung ist. Die Reflexion hilft den Menschen, ihre Ressourcen zu erkennen, ein tieferes Verständnis für das eigene Handeln zu entwickeln und zu einer versöhnlichen Haltung gegenüber dem eigenen Lebensweg zu gelangen.
Die würdezentrierte Therapie geht einen Schritt weiter, indem sie Menschen in der letzten Lebensphase dabei unterstützt, ihr Leben bewusst zu betrachten, sich selbst wertzuschätzen und sich als einzigartig und ganzheitlich zu erleben. Ein zentrales Element dieser Methode ist das Verfassen eines Briefes als bleibendes Vermächtnis. Dieser Brief ermöglicht auch den Hinterbliebenen, Trost in der Trauer zu finden und Abschied zu nehmen.

Doris Büchel ist Autorin. Bevor sie sich auf das biografische Schreiben konzentrierte, schrieb sie Porträts und Reportagen für diverse Magazine. Im Jahr 2021 liess sie sich in Würdezentrierter Therapie ausbilden. Diese ermöglicht es Menschen im letzten Lebensabschnitt, prägende Momente ihres Lebens festzuhalten und die eigenen Hoffnungen und Wünsche mit anderen zu teilen. Ende Februar erscheint ihr Buch «Wie lange ist nie mehr – Leben im Angesicht der Endlichkeit» (Wörterseh, 2025).

Würde im Fokus: Die Würdezentrierte Therapie als Wegbegleiter in der letzten Lebensphase

Im Zentrum dieses Referats steht die Begleitung schwerkranker Patientinnen und Patienten in ihrer letzten Lebensphase auf der Palliativstation. Es wird aufgezeigt, wie Lebensqualität trotz fortschreitender Erkrankung erhalten und gezielt gefördert werden kann. Dabei werden zentrale Aspekte wie wirksame Schmerzlinderung, psychosoziale Unterstützung sowie eine individuelle, ganzheitliche Betreuung beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit im Palliativteam als Grundlage einer umfassenden Versorgung. Anhand praktischer Ansätze und Methoden erläutert Raoul Pinter, wie Patientinnen und Patienten in Therapieentscheidungen miteinbezogen werden können und wie eine angenehme und respektvolle Umgebung geschaffen werden kann. Ziel ist es, die Herausforderungen und Möglichkeiten der Palliativversorgung differenziert darzustellen und aufzuzeigen, wie durch fachliche Kompetenz und eine einfühlsame Haltung Lebensqualität bis zuletzt erhalten werden kann.

Dr. Raoul Pinter ist Facharzt für Radio-Onkologie und Palliativmediziner. Er ist Leitender Arzt der Palliative Care HOCH Spitäler Altstätten und Grabs mit einer Palliativstation, einem Ambulatorium und einem Konsildienst. Er leitet das Hospiz St. Gallen und ist stellvertretender Ärztlicher Leiter des Palliativen Brückendienstes der Krebsliga Ostschweiz. In Zusammenarbeit mit dem Palliativnetz Liechtenstein engagiert sich Raoul Pinter für die Etablierung eines Netzwerks für spezialisierte Palliative Care im Fürstentum Liechtenstein. Zudem nimmt er Referententätigkeiten auf sämtlichen Ausbildungsebenen für Palliative Care in der Schweiz, Fürstentum Liechtenstein und Österreich wahr. Er hat Einsitz in das Ethikforum der kantonalen Spitäler des Kantons St. Gallen und leitet das Ethikmoderationsteam der Spitäler Grabs und Altstätten.


Credits

  • 3 Credits der SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie)
  • 3 Credits der SGAP (Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie)

Eine elektronische Teilnahmebestätigung wird Ihnen nach der Veranstaltung zugestellt.


Ort

Psychiatrie St.Gallen
Tiefrietstrasse 18
7320 Sargans

EG, Raum Gonzen


Kosten und Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl vor Ort wie auch online (via Micorsoft Teams) möglich. Bitte melden Sie sich mit nachfolgendem Button an:

Zur Anmeldung


Unterstützung

Mit der freundlichen Unterstützung von:


Informationen und Kontakt

Parkplätze stehen nur begrenzt zur Verfügung. Bitte reisen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter:
veranstaltungen@remove-this.psychiatrie-sg.ch
Tel. +41 58 178 68 13