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  3. Interview – Chancen und Grenzen bei der Umsetzung des Recovery-Ansatzes
26.08.2025

Interview – Chancen und Grenzen bei der Umsetzung des Recovery-Ansatzes

#Recovery
Renata Bleichenbacher ist Peer-Mitarbeiterin der ersten Stunde und seit 2011 in der Psychiatrie St.Gallen tätig. Sie erzählt, wie sich die psychiatrische Versorgung seither im Hinblick auf Recovery verändert hat, wo die besonderen Stärken der Peer-Arbeit liegen und welche Wünsche sie für die Zukunft hat.

 

Welches sind die grössten Veränderungen in der psychiatrischen Versorgung bezogen auf Recovery?

Renata Bleichenbacher: In den vergangenen Jahren wurde der Recovery-Gedanke kontinuierlich weiterentwickelt – immer auch mit dem Einbezug der Erfahrungsebene von Betroffenen und Peers. Ein grosser Schritt war die Einführung der «Kernteams Behandlung» auf allen Stationen. Sie bestehen aus der Patientin, dem Patienten, der Bezugspflege und dem behandelnden Arzt oder der Psychologin. Gemeinsam wird entschieden, welche Therapien hilfreich sind und welche Ziele verfolgt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten bzw. der Patientin.

 

«Im Mittelpunkt stehen immer die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten bzw. der Patientin».

 

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einführung erster Recovery-Arbeitsmittel wie Arbeitsbuch und Arbeitsheft, die von den Patientinnen und Patienten sehr geschätzt werden. Durch kontinuierliche Schulungen konnte die Recovery-Haltung im Betrieb gestärkt werden. So entstanden Angebote wie die tagesklinischen «Recovery Wege», die Recovery Seminare oder das Recovery College.
Heute arbeiten acht Peers in der Psychiatrie St.Gallen. Sie führen vor allem Einzelgespräche auf den Stationen, bieten gemeinsam mit der Pflege Recoverygruppen an oder sind – wie ein Peer – im aufsuchenden psychiatrischen Dienst tätig.

 

Was kann Peer-Arbeit leisten?

R. Bleichenbacher: Peerarbeit macht sichtbar, dass Genesung möglich ist – und dass man auch mit Symptomen ein sinnerfülltes Leben führen kann. Sie bringt die Erfahrung, wie Genesung gelingen kann, in die Behandlung. Dabei finden Begegnungen auf Augenhöhe statt, in einer gemeinsamen Sprache. Peers unterstützen in Krisen, vermitteln bei Missverständnissen und geben Fachpersonen eine zusätzliche Sichtweise aus Betroffenensicht. 

 

Wo liegen die Grenzen der Peer-Arbeit?

R. Bleichenbacher: Peers haben keinen therapeutischen oder pflegerischen Auftrag. Sie arbeiten ausschliesslich mit ihren eigenen Erfahrungen. Wichtig ist dabei, dass wir unsere Genesungserfahrung nicht automatisch als allgemeingültig betrachten. Jede Person geht ihren eigenen Weg. Peerarbeit bedeutet, diesen Weg zu respektieren und zu unterstützen – nicht, ihn vorzugeben. Auch müssen wir akzeptieren, dass es Menschen gibt, die weder von Fachpersonen noch von Peers Hilfe annehmen möchten – und dass Genesung auch ausserhalb der psychiatrischen Versorgung stattfinden kann. Diese Offenheit ist zentral, weil sie den Menschen und seine Autonomie in den Mittelpunkt stellt.

 

Was liegt dir als Peer-Mitarbeiterin besonders am Herzen?

R. Bleichenbacher: Mir ist wichtig, dass Peer-Arbeit ernst genommen wird und ihren Platz in der Behandlung findet. Sie ist ein zusätzliches und wertvolles Angebot – für Menschen in Krisen ebenso wie für das Behandlungsteam. Nur, wenn sie strukturell verankert und gut integriert ist, kann ihr Potenzial voll zur Geltung kommen.

 

«Menschen in einer Krise durch meine Erfahrungen unterstützen zu können, ist mir ein Herzensanliegen».

 

Grundsätzlich geht es mir darum, Menschen in einer Krise durch meine Erfahrungen unterstützen zu können und in schwierigen Situationen nicht alleine zu lassen. Wenn ich durch meine eigenen Erfahrungen aufzeigen kann, dass es Wege aus der Krise gibt, kann dies für Betroffene sehr entlastend sein. Besonders freut es mich, wenn daraus Momente der Ermutigung entstehen und Patientinnen oder Patienten spüren: Ich bin nicht alleine und es gibt Hoffnung.

 

Wenn du in die Zukunft blickst: Welche Anliegen hast du an die Recovery-Entwicklung in den kommenden zehn Jahren?

R. Bleichenbacher:  Ich wünsche mir, dass die psychiatrische Versorgung in zehn Jahren selbstverständlich recovery-orientiert ist und ehemals Betroffene fest zur Versorgung dazugehören. Das würde bedeuten, dass der Mensch wirklich im Mittelpunkt steht und nicht die Diagnose oder Symptomatik.
Zugleich wäre es ein wichtiges Signal, dass die Erfahrungen von Betroffenen gleichwertig neben Fachwissen stehen. Dadurch könnte die psychiatrische Versorgung insgesamt menschlicher, vielfältiger und hoffnungsvoller werden. Recovery betrifft letztlich uns alle – weil es nicht nur um Krankheit geht, sondern um die Frage, wie wir unser Leben trotz Herausforderungen gestalten und lebenswert machen können.

 

Vielen Dank für das Interview, Renata.

 


 

Dieses Interview wurde im «Recovery Newsletter» der Psychiatrie St.Gallen im August 2025 publiziert.

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