Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Psychiatrie St.Gallen (PSG) blicken auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2025 zurück. Dank hoher Auslastung, Wachstum insbesondere im ambulanten und tagesklinischen Bereich sowie tieferen Kosten resultierte ein Ergebnis von knapp CHF 5 Mio. Der Gesamterlös stieg auf CHF 167.8 Mio. (+2.3 %), der EBITDA erhöhte sich auf 5.4 %.
In einem Umfeld, das weiterhin von steigenden Anforderungen, wachsender Komplexität und hoher Dynamik geprägt ist, ist es den rund 1'400 Mitarbeitenden gelungen, die psychiatrische Versorgung im Kanton St.Gallen zuverlässig, qualitativ hochstehend und wirtschaftlich umsichtig sicherzustellen. Morten Keller, Präsident des Verwaltungsrats, zeigt sich zufrieden: «Die positiven Resultate verdanken wir der erhöhten Auslastung, einem verantwortungsvollen Ressourceneinsatz und richtungsweisenden strategischen Entscheidungen.»
Ertragswachstum und Kostendisziplin verbessern Ergebnis
Auch CEO Niklaus Baumgartner zieht eine positive Bilanz: «Wir sind erfreut über die guten Resultate und vor allem über die hohe Einsatzbereitschaft und den starken Teamgeist unserer Mitarbeitenden, die an allen neun Standorten hervorragende Leistungen erzielt haben.» Wesentliche Treiber des Erlösanstiegs waren die ambulanten und tagesklinischen Leistungen sowie Tarifanpassungen im stationären Bereich bei konstant hoher Auslastung. Auf der Kostenseite wirkte sich ein tieferer Personalaufwand positiv aus, insbesondere dank weniger Fremdpersonal. Höhere Sachaufwände konnten weitgehend kompensiert werden.
Ambulante und tagesklinische Leistungen legen zu
Die ambulanten Erträge stiegen um 3.5 %. Die tagesklinische Versorgung nahm deutlich zu und erreichte 62’018 Behandlungstage. Die stationäre Versorgung blieb mit 134’148 Pflegetagen auf konstant hohem Vorjahresniveau; auch die Bewohnertage im Wohnheim Eggfeld blieben stabil.
Strategie 2026ff: attraktiv bleiben
Im Berichtsjahr konkretisierte die PSG die Umsetzung der Strategie 2026ff. Ziel ist, die Versorgung weiterzuentwickeln, Abläufe zu vereinfachen, die Qualität zu stärken und attraktive Rahmenbedingungen für Mitarbeitende zu fördern. Der CEO betont: «Mit der Strategie 2026ff stärken wir die Position der PSG als innovatives Unternehmen.»
Aus- und Weiterbildung stärken – Nachwuchs fördern
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, stärkte die PSG gezielt die Ausbildungs- und Weiterbildungsbedingungen. «Die PSG spielt als Aus- und Weiterbildungsstätte eine zentrale Rolle – vor allem in den Bereichen Pflege, Therapien und Soziale Arbeit wie auch Medizin und Psychologie», so Baumgartner. Ärztliche und psychologische Mitarbeitende engagierten sich beispielsweise weiterhin in der Ausbildung des Nachwuchses im Joint Medical Master (JMM) der Universität St.Gallen; erstmals führte die PSG eine Sommer- und Winterschool durch.
Vernetzung aktiv pflegen – Entstigmatisierung weiterführen
Die PSG intensivierte 2025 zudem die Vernetzung mit umliegenden Psychiatrien – vor dem Hintergrund der Arealstrategie und im Hinblick auf die Spitalplanung Ostschweiz 2028. Zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen organisierte die PSG zudem zahlreiche öffentliche Anlässe und Fachveranstaltungen und engagierte sich aktiv in der medialen Berichterstattung.
Ausblick 2026
Die PSG priorisiert die Umsetzung der Strategie 2026ff und entwickelt Angebot, Organisation, Digitalisierung sowie Kultur und Führung weiter – mit dem Ziel, die psychiatrische Versorgung nachhaltig zu stärken und als Arbeitgeberin noch attraktiver zu werden.
Geschäftsbericht 2025 der PSG ausschliesslich digital
Der neu veröffentlichte Geschäftsbericht 2025 der Psychiatrie St.Gallen, mit Informationen zur Entwicklung des Unternehmens, mit Patienten- und Personalstatistiken und detaillierter Betriebsrechnung, liegt digital vor: www.psychiatrie-sg.ch/geschaeftsbericht-2025.
Foto: Psychiatrie St.Gallen in Sargans – entschleunigen und Kraft tanken im Ambulatorium oder in den Tageskliniken
Zum Geschäftsbericht 2025
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