Forensikstation mittlerer Sicherungsbedarf

Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine Behandlung als Weg zum straffreien Leben.

Auf dieser Projektseite zur neuen Forensikstation informieren wir Sie regelmässig über den aktuellen Baufortschritt sowie über den Stand der organisatorischen und personellen Planungen.

Neue Forensikstation

Auf der neuen, geschlossen geführten Forensikstation werden wir psychisch kranke Männer und Frauen mit mittlerem Sicherungsbedarf und mit Zuweisung durch Justizbehörden behandeln. Die neue Station ergänzt unser bestehendes Behandlungsangebot und erweitert die Behandlungskette. Denn die neue Forensikstation ermöglicht es, psychisch kranke Menschen in Haft im Kanton St.Gallen zu betreuen, für die die Sicherheit der Klinik bislang nicht ausreichte. Neu ist auch für solche Personen ein stationärer Massnahmenvollzug möglich. Bis anhin mussten diese Dienstleistungen oft ausserkantonal erbracht werden. 

Ziel der Behandlung ist es, Risiken zu vermindern und die Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten zu stärken, mit einer psychischen Störung so umzugehen, dass ein straffreies Leben möglich ist.

Die neue Station wird geschlossen und fluchthemmend geführt. Wichtig im zweistöckigen Neubau ist für uns, dass wir die Alltagsgestaltung und Behandlung der 16 Patientinnen und Patienten mit Gruppenanageboten sowie Bewegungs- und Ergotherapie und Sozialbehandlung im geschlossenen Rahmen durchführen können.


Zeitplan

  • Ende Mai 2027 wird das neue Gebäude an den Betrieb übergeben
  • Von Juni bis September 2027 bereiten wir die Inbetriebnahme vor.
  • Per 1. Oktober 2027 (voraussichtlich) wird die neue Station in Betrieb genommen.

Personalplanung

Wir werden für die Inbetriebnahme im Jahr 2027 und den Vollbetrieb (2028) dieser Station einiges an Fachpersonal benötigen. Da wir die Inbetriebnahme frühzeitig vorbereiten werden, werden einzelne Stellen bereits im Jahr 2026 ausgeschrieben und besetzt werden. Im Endeffekt benötigen wir:

  • Leitung Sicherheitsdienst
  • Sicherheitspersonal
  • Oberarzt, Oberärztin
  • Psychologinnen/Psychologen
  • Assistenzärztinnen und -ärzte
  • Pflegefachpersonen forensisch-psychiatrisch, inkl. Nachtdienst
  • Sozialarbeiter/-in
  • Physio-/Sporttherapeut/-in
  • Ergotherapeuten, Ergotherapeutinnen
  • Mitarbeitende/r Sekretariat
  • Lehrperson

Die zeitliche Planung des Personalbedarfs werden wir hier veröffentlichen, wie auch die einzelnen konkreten Stellenbeschriebe.


Bauetappen ab Mai 2025

Grundstein für Forensikstation Wil am 2. September 2024 gelegt

In festlichem, angemessenen Rahmen legten Regierungspräsidentin Susanne Hartmann gemeinsam mit Regierungsrat Christof Hartmann, Regierungsrat Bruno Damann sowie Stadtpräsident Hans Mäder und dem Leiter Baumanagement Ralph Hagen den Grundstein für das neue Gebäude.
 

Zeitkapsel mit Gaben von Patientinnen und Patienten

In der Ergotherapie der bestehenden Forensikstation wurde mit den stationären Patientinnen und Patienten unsere Gabe für die Zeitkapsel gestaltet. Das Thema, mit dem sie sich beschäftigten, war: Was verbinden sie mit ihrem Aufenthalt auf der Forensikstation? Mit viel Kreativität setzten die Patientinnen und Patienten diese Aufgabe um.

Beispiel Käfig: Eine Person erschuf einen Käfig aus filigranem Draht. Dieser soll jedoch nicht nur ein Gefängnis darstellen, sondern symbolisieren, dass man auf der Forensikstation zwar eingesperrt und nicht gänzlich frei in seinen Entscheidungen ist, dennoch aber privilegiert ist und hier die Hilfe und Betreuung erhält, die man braucht.  

Eine Person hat sich selbst in Form einer Sanduhr porträtiert, wobei der obere Teil der Sanduhr den Kopf der Person darstellt und der untere den Bauch. Der von Kopf nach Bauch rieselnde Sand symbolisiert das «spezielle Zeitgefühl», das die Person während des Aufenthalts in der Forensikstation verspürt. Die Sanduhr gemahnt uns aber auch an die Lebenszeit, die wir zu nutzen haben, um die Therapie zu einem guten Neustart werden zu lassen.

Ein weiteres schönes Beilspiel ist ein aus Knete gestalteter Regenbogen, der Freiheit symbolisiert, die zum Greifen nah scheint, jedoch gleichzeitig weit weg ist.

Das entstandene Projekt als Ganzes lässt viel Interpretationsspielraum. Wir bezeichnen es als Kunstwerk. Die Patientinnen und Patienten verbinden mit ihren Kreationen sowohl positive als auch negative Aspekte. Vor allem aber fühlen sie sich wertgeschätzt, dass ihre Kreationen als Teil der Zeitkapsel verewigt wurden. 

Wer ist Ihre Ansprechperson?